3-Generationen Projekt mit der 4a

Drei Generationen und ein gemeinsames Projekt

Am 31. Mai 2011 fand das erste Treffen zwischen den Schülern der Klasse 4A der Grundschule Stammestraße, den zukünftigen Schülern der Grundschule und ihren Betreuern aus der Marienkäfer- und Igelgruppe und den Damen und Herren aus dem St. Monika-Heim statt.
Das gemeinsame Ziel der Beteiligten ist es, sich mit dem Thema „Vulkane“ auseinanderzusetzen.

Pünktlich um 8:15 Uhr begaben sich die Schüler der 4A, gemeinsam mit ihren Betreuern, auf den Weg in den Kindergarten, wo sie freundlich in Empfang genommen wurden.
In der Gartenanlage trafen sich schließlich die drei Generationen zum ersten Mal. Schnell entstand eine angenehme Atmosphäre, die sich positiv auf die spätere Gruppenarbeit auswirkte.
Zu Beginn ließ eine Schülerin der 4A ihren selbstgebastelten Vulkan rumgehen, welchen sie extra für diesen ganz besonderen Anlass gebastelt hatte. Die Kindergartenkinder, die Rentner, aber auch die Schüler waren von diesem Vulkan sehr beeindruckt.
Um weiteres Anschauungsmaterial hatte sich eine Erzieherin gekümmert, die zwei Lavasteine mitgebracht hatte. Jung und Alt waren von diesen Steinen so fasziniert, dass sie am liebsten gleich mit der Arbeit beginnen wollten.

Vier verschiedene Gruppen, bestehend aus Grundschülern, Kindergartenkindern und Rentnern, bauten jeweils einen Vulkan.

Schnell stellte sich heraus, dass jede Gruppe eine andere Arbeitsweise favorisierte.
Eine Gruppe ging durchdacht vor und gestaltete eine Skizze von ihrem Vulkan. Die andere Gruppe formte ein Stück Pappe zu einem Kegel, welchen sie als Grundgerüst für ihren Vulkan benutzte. Die nächste Gruppe knüllte Zeitungen zu kleinen Kugeln zusammen, während die letzte Gruppe aus Kugeln und Streifen einen Vulkan baute.

Voller Tatendrang stürzten sich die Grundschüler in die Arbeit und bemühten sich dabei die Rentner und Kindergartenkinder in den Arbeitsprozess zu integrieren. Die Einen rissen Zeitungen in kleine Stücke, die Anderen knüllten und Andere wiederrum freuten sich, ihre Hände in den Tapetenkleister stecken zu dürfen. Vor allem die älteren Damen und Herren erfreuten sich am Arbeitseifer der Jüngeren und schauten diesen gerne bei der Arbeit zu.

Nicht nur der Vulkan entstand während der Gruppenarbeit, sondern auch nette Gespräche. Man kann sagen, dass sich jeder in seiner Gruppe wohlfühlen konnte.
Leider ließ es sich jedoch nicht vermeiden, dass während der Arbeit nicht nur der Vulkan mit Kleister beschmiert wurde, sondern auch die Kleidung der Kinder.
Von der schweren Arbeit waren einige Schüler der Grundschule Stammestraße so erschöpft, dass sie eine Abkühlung dringend benötigten. So erschien ihnen die Bewässerungsanlage für den Rasen als ein geeignetes Mittel.

Mit ganz viel Spaß und Gelächter rannten die Schüler um die Anlage herum und hofften auf eine schnelle Erfrischung.
Völlig durchnässt, jedoch glücklich, versammelten sich die Grundschüler mit den Senioren und den Kindergartenkindern zusammen in einem Kreis, wo sich jeder von jedem noch einmal verabschieden konnte.

Ein schöner und arbeitsreicher erster Projekttag nahm somit sein Ende und alle Teilnehmer freuen sich schon auf den nächsten Dienstag, wenn sie mit dem Anmalen des Vulkans beginnen können.

Am 7. Juni versammelten sich die Teilnehmer des Projekts zum zweiten Mal in der Kindertagesstätte des St. Monika Heims, um sich weiter mit dem Thema „Vulkane“ befassen zu können.

Als die Schüler der Grundschule Stammestraße den Kindergarten erreichten, wurde schnell deutlich, dass die Nervosität, die beim ersten Treffen bei jedem Teilnehmer vorhanden war, der großen Freude des Wiedersehens wich.
Nach einer netten Begrüßung, begaben sich alle Anwesenden in ihre Gruppen, um gemeinsam mit dem Anmalen des Vulkans beginnen zu können, welchen sie am letzten Dienstag zu bauen begonnen haben.
Jeder griff nach einem Pinsel, tunkte diesen in die verschiedensten Brauntöne und fing an den Vulkan zu bemalen.
Jung und Alt amüsierten sich bei der Arbeit und die Betreuer konnten wieder einmal in glückliche Gesichter blicken. Die Senioren jedoch strahlten die meiste Freude aus.
Das Lächeln auf ihren Gesichtern hatten sie der jugendlichen Vitalität und deren Engagement zu verdanken.

Nach einer gewissen Zeit erstrahlten alle Vulkane in verschiedenen Farbtönen, die nun den realen Vulkanen der Welt sehr nahe kamen.

Für die Kindergartenkinder endete an dieser Stelle der Tag, doch die Senioren luden die Schüler der Grundschule Stammestraße ein, das Altenheim zu besichtigen.
Mit Freude nahmen diese das Angebot an und bekamen so die Möglichkeit, einen Blick in das Leben der Rentner werfen zu können. Die Schüler erfuhren, wie die Zimmer ausgestattet sind, welchen Beschäftigungen die älteren Herrschaften nachgehen können und sie bekamen vermittelt, wie viel Arbeit wirklich hinter der Betreuung eines Rentners steckt.

Während der Besichtigung ergab sich für die Schüler die Möglichkeit, den Pflegern bei der Essensausgabe zu helfen.
Voller Elan brachten sie den Senioren ihr Mittagessen, doch das war ihnen nicht genug. Sie erkannten sehr schnell, dass es einige Rentner gab, die mehr Unterstützung bei alltäglichen Angelegenheiten benötigten als andere.
Aus diesem Anlass erklärten sich die Schüler bereit, den hilfebedürftigen Senioren bei der Verpflegung zu helfen.
Den Anwesenden bot sich ein einmaliger Anblick, welcher von Hilfsbereitschaft, Hingabe und Dankbarkeit geprägt war.
Das Generationenprojekt zeigte nun eine andere Facette.

Die Schüler haben an diesem Tag gelernt, dass Hilfsbereitschaft eines der wichtigsten Tugenden im Leben ist und dass Dankbarkeit und Anerkennung viel mehr wert sind, als materielle Belohnungen.

Dokumentation: Julian Nazaruk, Praktikant GS-Stammestraße






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